Vögel füttern: Darfst du das?

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Vögel füttern im Winter 

Die gute Nachricht gibt es gleich vorweg: Ja, du darfst Vögel füttern! Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Du versorgst Vögel in den kalten Monaten mit wichtigen Nährstoffen und hilfst ihnen so gestärkt und gesund durch den Winter zu kommen. Außerdem kannst du dich am Anblick der vielen Vogelarten, die in deiner Gegend wohnen, erfreuen. Das heißt du wirst einfach so nur durch den Blick aus dem Fenster etwas lernen. Doch wenn du es richtig machen möchtest, gibt es Einiges zu beachten. Wir verraten welches Futter am besten geeignet ist und wie eine perfekte Futterstelle aussieht. Auch über die Sauberkeit und das richtige Zubehör klären wir dich auf. 

Wann du Vögel füttern darfst 

Grundsätzlich kannst du wirklich das ganze Jahr über deine gefiederten Garten- oder Balkonbesucher füttern. Doch gerade im Winter ist es wichtig, denn das Nahrungsangebot schrumpft in dieser Jahreszeit gewaltig. Käfer und Würmer sind Mangelware und die Beerensträucher einfach viel zu gut besucht. Aber auch im Sommer darfst du Vögel mit gutem Futter unterstützen. Die Lebensräume der Singvögel schrumpfen durch den Menschen immer mehr, sodass die Fütterung über das ganze Jahr erlaubt ist. 

Zwei Gimpel an Futterstelle

Das Gimpelpärchen bringt Farbe in trübe Tage und ist besonders schön zu beobachten. (Bild: Pixabay/Oldiefan)

Welches Futter ist am besten? 

Was wirklich jedem Vogel schmeckt, sind Sonnenblumenkerne. Nimmst du ungeschälte, kannst du die Vögel etwas länger beobachten, weil sie die Kerne vor Ort noch aus der Schale picken. Auch  

Möchtest du die Vögel mit geballter Energie für den Winter versorgen, eignen sich sogenannten Energie- oder Fettblöcke. Sie können wie ein quadratisches Stück Butter oder ein Zylinder aussehen. In ihnen sind neben Samen und Körnern gern auch Insekten und Früchte enthalten. Tierische Fette halten die Inhaltsstoffe zusammen. Auch Erdnussbutter für Vögel gibt es im Glas zu kaufen. 

Schwanzmeise an Meisenknödelhalter

So kann die kleine zarte Schwanzmeise genüsslich von den Knödeln naschen. (Bild: Pixabay/Alexas_Fotos)

Achte bei Meisenknödeln auf eine Version ohne Netz. Das verhindert Müll und auch, dass sich die Vögel im Netz verheddern. Knödel, die du im Supermarkt oder der Drogerie kaufen kannst, werden von den Vögeln oft nicht so gut angenommen. Sie enthalten leider viel Kalk und werden bei niedrigen Temperaturen steinhart. 

Allgemein gilt: Nimm lieber etwas teureres Futter. Achte auf Bioqualität und die Empfehlungen von Naturschutzvereinen wie dem NABU.

In der Galerie zeigen wir dir Vögel, die mit hoher Wahrscheinlichkeit deine Futterstelle besuchen.

Dieses Zubehör ist am besten  

Deine gefiederten Gäste sollten immer Zugang zu sauberem und nicht mit Vogelkot verschmutztem Futter haben. Dafür eignen sich geschlossene Futtersäulen und Futtersilos. Hier setzen sich die Vögel an den Rand und picken sich das Beste aus dem Angebot, ohne dass sie im Futter umherlaufen und es als Toilette benutzen. Außerdem wird es hier nicht nass und verreist im Winter nicht. Es ist also immer verfügbar. Möchtest du gern ein Vogelhäuschen aufstellen, dann sollte es ein breites Dach haben. So ist das Futter gut vor Regen geschützt. Für Energieblöcke, Erdnussbutter und lose Knödel gibt es kleine Halter und Häuschen, um sie dort sicher anzubieten.  

Der richtige Platz um Vögel zu Füttern  

Es gibt ein paar Punkte auf die du besonders achten musst, wenn du Vögel füttern möchtest.  

  • Suche eine Stelle und Höhe, die vor Katzen sicher ist.
  • Wähle einen regensicheren Platz, besonders bei Streufutter.
  • Fängt das Futter an zu schimmeln, können die Vögel krank werden! Fülle daher täglich nur wenig Futter nach. Dann können die Vögel alles naschen, bevor es vielleicht nass wird.
  • Nasses Futter sofort entsorgen und die Futterstelle heiß abwischen. Lass sie dann vor dem nächsten Auffüllen vollständig trocknen. 
  • Wasser ist auch im Winter wichtig! Wechsle es täglich und verhindere bei niedrigen Temperaturen Eisbildung.

Wenn du unsere Tipps beachtest, kannst du nicht nur im Winter den Anblick heimischer Vögel genießen, sondern das ganze Jahr lang. 

Quelle:
NABU 

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