"Eat the Universe": Kochen mit deinen Marvel-Superhelden

Kochen wie Spiderman - Eat the Universe.
Kochen wie Spiderman - Eat the Universe. © MARVEL/Paninibooks
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Wer und was steckt hinter "Eat the Universe"? 

Das etwas andere Kochbuch Eat the Universe entspringt den kreativen Kochkünsten von Justin Warner und seiner gleichnamigen Internetreihe. Der Autor ist schon seit seiner Kindheit ein riesen Marvel-Fan und hat mit seinem Job als Gast- und Ideengeber für Eat the Universe seinen Traumjob gefunden. Denn hier kann er nicht nur sein Talent als Koch, sondern auch seine Faszination für Marvel voll und ganz ausleben. Sein einzigartiges Kochbuch sieht Justin auch nicht als eigenständiges Werk, sondern eher als Begleitlektüre zu seinem Sendeformat. Seine Empfehlung lautet ganz klar: Schaut unter Marvel.com in seine Videos rein und holt euch Inspirationen für eure eigene Küche. Aber Achtung: Die Videos sind auf Englisch. Es gibt zwar Untertitel, aber dennoch unterhalten sie eher erwachsene Marvel-Fans, deren Englischkenntnisse sehr gut sind. Wenn das für dich nicht infrage kommt, ist das Kochbuch genau die richtige Wahl. 

Eat the Universe Buchcover Rezension

Schon auf dem Cover wird klar: Superhelden essen alles! (Bild: MARVEL/Paninibooks) 

Das erwartet Superköche im Buch zu Eat the Universe 

Mit seinen etwas anderen Rezepten, denn gefüllte Paprikaschoten wirst du hier nicht finden, regt er die Kreativität etwas geübterer Köche an. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Egal ob Geflügel, Meeresfrüchte, vegetarisches und süßes oder sehr fleichhaltiges Essen - in 60 galaktischen Rezepten können sich Marvel- und Kochfans so richtig ausleben. Es wurden auch einige Rezepte extra für das Kochbuch entwickelt und sind nicht in der Eat the Universe Videos zu finden. Wer auf seine Paprikaschoten nicht verzichten möchte, könnte es mal mit Venoms Zunge versuchen. Denn das Rezept sieht auf den ersten Blick tatsächlich genau danach aus: nach einer Zunge! Glücklichweise stellt sich die Zunge aber als leckere rote, gehäutete Paprikaschote raus. Die Optik, also das Aussehen, der Rezepte macht Eat the Universe schon zu etwas Besonderem. Venom ist dir zu gruselig? Dann gönn' dir was Süßes und zaubere Ant-Mans winzige Eistüten. Hier bekommst du nicht nur ein tolles Rezept für eigene Eiswaffeln, sondern kannst dich direkt wie der sympathische Ameisenflüsterer fühlen - mega!

Auch Loki, Iron Man, Deadpool, She-Hulk und viele weitere haben ihre Spuren in diesem ganz besonderen Kochbuch hinterlassen. Zu jedem Rezept, gibt es einen kleinen Text, in dem du erfährst, woher Justins Insprationen kamen oder welche Tipps er zum Rezept noch für dich hat. Auch spannende Fakten rund um den namensgebenden Superhelden des jeweiligen Rezepts bekommst du serviert. So lernst du nicht nur noch mehr über deine Lieblingshelden, sondern bekommst zusätzliche Einblicke in die Entstehungsgeschichte all der anderen Charaktere des Marvel Cinematic Universe.

Kosmische Bifröst Joghurt Eat the Universe Test Rezension

Ran an die Löffel! (Bild: Katharina Mittag)

Unser Testrezept für Groß und Klein: Kosmischer Bifröst-Joghurt 

Kieks hat sich, um die Durchführbarkeit der Rezepte zu testen, gegen die Froschschenkel (die man auch mit Hähnchenschenkel ersetzen kann) entschieden und sich an die Zubereitung des Bifröst-Joghurts gemacht. Unserem Ziel, nach Asgard zu reisen, sind wir zwar nicht näher gekommen, aber er war ziemlich lecker. Für die bunten Joghurtschüsseln bekommt man alles problemlos im Supermarkt. 

Du brauchst:

  • griechischen Joghurt 
  • so viele Lebensmittelfarben wie du magst
  • frisches Obst
  • knackige Nüsse
  • etwas Honig (zum griechischen Joghurt gehört einfach Honig)
  • viele Löffel, ein paar Becher oder Schüsseln zum Anrühren und Teller zum Servieren

Obwohl es am Ende "nur" ein Joghurt wird, haben wir mit vier Personen (2 Eltern, 2 Kinder) über eine Stunde Spaß gehabt. Vor allem über die kunterbunten Zungen und Münder haben wir super viel gelacht. Aber schaut selbst in das Ergebnis unseres Testrezepts.

Wertung

Fazit

Bunt, knallig, abgefahren: Für 30 € können sich Marvel-Fans ein richtig cooles und hochwertiges Kochbuch nach Hause holen. Es glänzt nicht nur mit vielen gar nicht schweren Rezepten, sondern vor allem mit großartigen Comicstrips, Bildern und Grafiken der beliebten Charaktere. Es grenzt schon fast ein Geschichtsband rund um die Entstehung und Entwicklung der unterschiedlichen Figuren, die Autor Justin Warner zu seinen Rezepten inspirierten. Diejenigen, die mit Marvel so gar nichts am Hut haben, sollten von Eat the Universe die Finger lassen. Es ist definitiv kein normales Kochbuch mit schnellen Rezepten, sondern richtet sich defintiv an waschechte Fans. Von ihnen widerum spricht Eat the Universe schon eher die größeren bzw. älteren Fans an, die Lust zu experimentieren und keine Scheu vor ungewohnten oder ungewöhnlichen Speisen haben, die auch mal etwas mehr Vorbereitung vertragen. 

Der Aufwand der Rezepte reicht von "ziemlich einfach" bis zu "ganz schön schwierig" und kann für unerfahrene Köche schier unmöglich sein. Auch die ein oder andere Zutat benötigt etwas intensivere Suche, denn nicht alles ist im Supermarkt zu finden. Da die Rezepte auf Grundlage der Ess- und Kaufgewohnheiten der US-Amerikaner entstanden sind, gibt es zwangsweise das ein oder andere Produkt, das entweder hierzulande nicht zu finden ist oder den Geschmack unserer Gaumen nicht trifft. Der gesundheitlich umstrittene Maissirup, der in den USA zur Standardausstattung einer Küche gehört, findet sich auch in Justins Rezepten wieder. Er sollte lieber durch Honig oder Agavendicksaft ersetzt werden. Zum einen ist das nicht so schwer in Deutschland aufzutreiben und zum anderen sind diese Alternativen gesünder.

Ein Kochbuch für Kinder ist Eat the Universe defintiv nicht. Wohl aber für Groß und Klein gemeinsam, wenn sie die Faszination Marvel teilen und Spaß am Kochen cooler Rezepte haben.

Wir danken Paninibooks für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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