Für Kinder erklärt: Nachhaltigkeit

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Der Ursprung der Nachhaltigkeit

Wer sich mit dem Umweltschutz beschäftigt wird früher oder später auf den Begriff Nachhaltigkeit stoßen. Diesen Begriff zu verstehen, ist gar nicht so schwer. Denn Grundsätzlich bedeutet nachhaltig zu handeln, dass man bei allem, was man macht, an die Zukunft aller denkt. Klingt doch ganz leicht, oder?

Nehmen wir das Beispiel Holz. Im Zusammenhang mit der Forstwirtschaft hat man im 18. Jahrhundert schon gesehen, dass man, wenn ein Baum gefällt wird, genug neues Holz nachwachsen muss. Es muss im Grunde dafür gesorgt werden, dass der Verlust des Baumes keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt und die Zukunft hat. Wurde Holz für die Herstellung von Möbeln oder Papier von der Natur genommen, musste immer dafür gesorgt werden, dass es in der gleichen Menge nachwachsen bzw. nachproduziert werden kann. 

Solaranlage mit Schafweide

Solaranlage mit Schafen Solche großen Solaranlagen erzeugen erneuerbare Energie. Der Platz wird zudem oft als Weidefläche für Schafe genutzt. (Bild: AdobeStock/hykoe)

Nachhaltigkeit heute 

Heute geht es längst nicht mehr nur um die Natur und die gesunde Balance zwischen Nehmen und Geben. Nachhaltigkeit setzt sich in unserer Zeit aus drei Säulen zusammen, die ineinander greifen und untereinander wirken. Diese Säulen sind Ökologie, Ökonomie und Soziales. Sie beziehen alles mit ein, dass für unser Leben jetzt und die Zukunft eine Rolle spielt. 

  1. Ökologie
    beinhaltet alles, was mit dem Umwelt- und Artenschutzschutz, Ressourcen (Rohstoffen wie Wasser oder Holz) und dem ökologischen Anbau von Lebens- und Nahrungsmitteln zu tun hat. Mit Blick auf die Zukunft geht es auch um Lösungen, um Ressourcenknappheit zu verhindern oder vorzubeugen. Bevor also ein Rohstoff verbraucht, müssen andere Lösungen her. Das passiert zum Beispiel beim Umstieg von mit Benzin betriebenen Autos auf Elektroautos.
  2. Ökonomie
    betrachtet die wirtschaftliche Seite der Nachhaltigkeit. Hier geht es darum, lange Transportwege zu vermeiden und lieber regionale Produkte aus dem eigenen Land zu kaufen. So werden kosten für Flüge gespart und auch die Umwelt geschützt. Außerdem kommen die Einnahmen Produzenten und Firmen aus dem eigenen Land zugute und fördern somit die eigene Wirtschaft. 
  3. Mit der sozialen Säule
    ist Nachhaltigkeit mit Blick auf die Bildung, die Gleichberechtigung und das Wohl aller gemeint. Das heißt, alle sollen Bildung erhalten bzw. zur Schule gehen. Frauen und Männer sollen gleichbezahlt und Mädchen und Jungen gleichbehandelt werden. Auch der Zugang zu Trinkwasser gehört zur sozialen Säule der Nachhaltigkeit.

Kinder in Indien in der Schule

Ganz egal wo und ganz egal wer: Bildung soll allen zugutekommen! (Bild: Pixabay/akshayapatra)

Wie kannst du nachhaltig leben? 

Nachhaltig zu leben klingt nach einer großen Aufgabe. Du kannst auch nicht alles allein umsetzen und die Welt retten. Doch es gibt
einige Punkte, die dein Leben nachhaltiger gestalten. 

  • Müll trennen ist gut, Müll vermeiden besser! Kaufe so oft es geht unverpackte Lebensmittel. Obst und Gemüse brauchen keine Plastikfolie, die Schale ist ihre natürliche Verpackung.
  • Verkaufe und kaufe alte, aber heile Kleidung second hand. Für Gegenstände wie Spiele oder Bücher kommt tauschen infrage. Vielleicht mögen deine Freunde ja etwas mit dir tauschen?
  • Immer neue Kleidung muss nicht sein. Sei ehrlich zu dir, der Umwelt und deiner Geldbörse. Neue jedes neue Kleidungsstück verbraucht in der Produktion mehrere hundert Liter Wasser.
  • Verwende Wasser sparsam. Wasser ist kostbar und auch nicht unendlich verfügbar. Dusche lieber duschen, statt zu baden.
  • Kaufe regional und saisonal ein. Produkte aus deiner Gegend zu kaufen, erspart lange Transportwege. Das verhindert übermäßigen Spritverbrauch oder gar den Einsatz von umweltschädlichen Flugzeugen. Zusätzlich unterstützt du so den Wirtschaftskreislauf deines Landes und natürlich den Bauern um die Ecke.

Noch mehr Ideen für dein nachhaltiges Leben findest du in der Galerie.

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Quellen:
ZDF logo!
explainity 

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