Was sind Mutationen?

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Die Grundlagen von Mutationen 

Mutationen sind wichtige Schritte, in der Evolution. Mehr dazu liest du in unserem → Beitrag über die Evolution ←. Um dir zu erklären, wa s es mit Mutationen auf sich hat, müssen wir erst ein paar Grundbegriffe erklären. 

DNS/DNA
Jetzt wird es ein bisschen kompliziert, denn DNS ist die Abkürzung für den chemischen Begriff Desoxyribonukleinsäure. Vielleicht ist dir auch die Abkürzung DNA begegnet. Sie kürzt das englische Wort ab, in dem Säure 'acid' ist.  

In der DNA sind all die Informationen deines Erbgutes enthalten. Das bedeutet, all deine sichtbaren und nicht sichtbaren Eigenschaften stecken in der DNA. Dazu gehören Augen- und Haarfarbe, aber beispielsweise auch Allergien. 

Grafik DNA Spirale

DNA sieht aus wie eine Spirale und beinhaltet alle Informationen über dein Erbgut. (Bild: AdobeStock/corbacserdar)

Gene
sind einzelne Abschnitte der DNA. All deine Gene zusammen werden Erbgut oder auch Genom genannt. 

Chromosomen
enthalten das Erbgut und stecken in den winzig kleinen Kernen der Zellen von Lebewesen. Solche Zellen kann man nur unter dem Mikroskop erkennen. Ein Gerät, dass Dinge, die mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind, so stark vergrößert, dass sie sichtbar werden. Chromosomen entscheiden nicht nur über deine Körpergröße oder die dicke deiner Haare, sondern auch über dein Geschlecht. 

Mikroskopbild einer Zwiebelhaut

So sieht eine Zwiebelhaut unter dem Mikroskop aus. Der kleine Punkt in der Mitte jeder Zelle ist der Zellkern. (Bild: AdobeStock/Peter Hermes Furian)

Das Wichtigste über Mutationen 

Mutationen treten entweder in den Genen, den Chromosomen oder im Genom als Ganzes auf. Sie sind dabei immer eine Veränderung des Erbgutes von Lebewesen. Diese Veränderungen passieren immer zufällig, also ohne dass man Einfluss darauf hat. Eine Mutation geschieht nicht, weil zum Beispiel der Körper der Mutter, in dem ein Baby heranwächst, denkt "Ach eigentlich wäre es anders doch ganz schön, ich passe das mal an."

Aber verschiedene Faktoren also Umstände können Einfluss auf mögliche Mutationen haben. Das sind beispielsweise Veränderungen des Klimas oder erhöhte Strahlung z.B. von der Sonne, denen der Körper ausgesetzt ist. Die Einflüsse von außen nennt man Mutagene. Dabei sind Mutationen manchmal ganz unbedeutend, manchmal aber von Vorteil oder sogar eher schlecht für ein Lebewesen. 

Diese Mutationen sind ganz normal 

Eine Mutation, die für den Menschen eine wichtige Rolle spielt, ist zum Beispiel die Laktosetoleranz. Das bedeutet, dass der menschliche Körper den Milchzucker (Laktose) verarbeiten und verdauen kann. Du denkst sicher, das kann doch jedes Baby, aber vor vielen tausend Jahren ging das eben noch nicht. Denn es war den Vorfahren des Menschen nur möglich Muttermilch im Säuglingsalter zu verdauen. Mit dem Beginn des Trinkens von tierischer Milch, musste sich der Körper also anpassen. Und so können nun fast alle Menschen ohne Schwierigkeiten tierische Milch trinken.

Mädchen mit braunen Haaren und blauen Augen schaut auf einer Wiese an der Kamera vorbei.

Seltener als man denkt: blaue Augen. (blaue Augen AdobeStock/Anastassiya)

Wie du im Beitrag zur Evolution gelernt hast, stammen alle Menschen von den Urmenschen in Afrika ab. Das heißt so wie wir jetzt aussehen, hat sich durch von der Umwelt beeinflusste Veränderungen und Mutationen entwickelt. Blaue Augen sind eine weitere dieser Mutationen, die wir aber längst als völlig normal ansehen. Und doch sind sie noch immer etwas Besonderes, denn nur ungefähr 10 Prozent (10 von 100) der Menschen haben blaue Augen. 

Kennst du noch mehr Mutationen oder Eigenschaften bei verschiedenen Lebewesen, die sie ganz besonders geeignet für ihren Lebensraum machen? 

Überlege mal, wo überall Mutationen versteckt sein könnten!

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